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Schüleraustausch mit der Schule "Institution Sainte Marie" in Belfort

Quelle: Microsoft Encarta Weltatlas

Die Stadt ...

... Belfort ist eine Industrie- und Garnisonstadt in Ostfrankreich etwa 50 km südwestlich von Mülhausen. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Départements Territoire de Belfort und hat 52.000 Einwohner (Stand: 2007), mit Vororten ca. 78.000.

Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt durch die Herstellung von Kraftwerksanlagen, hauptsächlich durch die Firma Alstom, Teile der Produktion gehören heute aber auch zu General Electric. In Folge eines stark schrumpfenden europäischen Marktes für Kraftwerksanlagen und damit verbundener wirtschaftlicher Schwierigkeiten von Alstom nahm die Zahl der Beschäftigten auf dem Alstom-Gelände in den letzten zehn Jahren von ursprünglich 18 000 auf unter 6 000 ab, was zu großen wirtschaftlichen Problemen in der Stadt und der Region führte und führt.

Neben der Elektro- und Elektronikindustrie ist die Textil-und Maschinenbauindustrie vertreten; so werden heute bei Alstom die TGV-Züge gebaut.

Jeden ersten Sonntag von März bis Dezember findet in der gesamten Altstadt von Belfort seit 1966 Ostfrankreichs größter Flohmarkt statt.

Geschichtliches:

Belfort wird 1226 im Friedensvertrag von Grandvillars (Granwiller) zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Bedingt durch ihre Lage in der Burgundischen Pforte hatte die Stadt früher eine große strategische Bedeutung. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 gehörte das französischsprachige Belfort zum habsburgischen Sundgau und zum Heiligen Römischen Reich, danach zu Frankreich. Ab 1686 wurde die Zitadelle der Stadt von Vauban im Auftrag von Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut, die Stadt ummauert und mit einer Vielzahl heute noch erhaltener wehrhafter Türme versehen.

Vom Dezember 1813 bis April 1814 überstand die Festung 113 Tage lang unter dem Kommandeur Legrand einer Belagerung der Koalitionsarmee von Österreichern, Bayern, Kosaken und Ungarn. Im Juni/Juli 1815 leistete General Lecourbe mit 8.000 Mann erfolgreich Widerstand gegen eine Armee von 40.000 Österreichern. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 widerstanden die Truppen unter Oberst Pierre Marie Philippe Aristide Denfert-Rochereau 103 Tage lang einer Belagerung durch Preußen; erst auf ausdrücklichen Befehl der französischen Regierung wurden Festung und Stadt am 16. Februar 1871 den feindlichen Truppen übergeben, die die Festung teilweise schleiften.

Durch diese erfolgreichen Widerstandsaktionen wurde Belfort und ihre Zitadelle zu einem bekannten Symbol des französischen Freiheits- und Kampfeswillens. Im Frieden von Frankfurt 1871 wurde das Territoire de Belfort, obwohl historisch zum Sundgau und damit zum Oberelsass gehörig, nicht wie das übrige Elsass und Teile Lothringens von Deutschland annektiert.

Wahrzeichen der Stadt ist der aus gehauenen Sandsteinquadern gebildete monumentale Löwe von Belfort des Bildhauers Frédéric Auguste Bartholdi, der an die Belagerung erinnert. Das Denkmal wurde 1875 bis 1880 errichtet. (Quelle: Wikipedia)

Der Austausch mit der Schule Institution Sainte Marie begann im Mai 2010 mit einem Besuch der französischen SchülerInnen für ein verlängertes Wochenende in Fulda. Vereinbart wurde dieser Austausch im Rahmen eines Schulleitertreffens aller europäischer Schulen in marianistischer Tradition im Sommer 2009 in Madrid. Im Juni hat der Gegenbesuch in Belfort stattgefunden.

Impressionen vom Besuch in Belfort 2010

Fotos: Cornelia Thiessen-Westerhoff


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