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Sozialtag der Jahrgangsstufe 8 in der Kinderklinik

Der „Sozialtag“ der achten Klassen ist im Jahr 2008 von Prof. Repp, Leiter der Kinderklinik Fulda, und dem damaligen Schulleiter des Marianums, Dr. Schöppner, ins Leben gerufen worden, um das caritative Engagement der Schüllerinnen und Schüler des Marianums zu fordern und zu fördern. Ursprünglich sollte er der Vorbereitung auf das Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 10 dienen.

 

Doch mittlerweile ist er ein fester Bestandteil im sozialen Leben des Marianums und eine gelungene Kooperation mit der Kinderklinik geworden. Dadurch, dass Kinder Kindern helfen, ist es für alle Beteiligten eine Bereicherung, denn Prof. Repp vertitt die These, dass man durch Freude und Spaß schneller gesund wird. Gerade auch für Kinder, deren Eltern nicht ständig anwesend sein können, bedeuten diese Stunden eine gelungene Abwechselung.

 

Jeweils ein Schülerpärchen (Mädchen und Junge) geht an drei Tagen in der Woche nachmittags für eine gute Stunde in die Kinderklinik, um sich dort mit den kleinen Patienten zu beschäftigen. Gleich zu Beginn zeigte sich, dass „Schülerpärchen“ von den kleinen Patienten besser angenommen werden, als zwei Mädchen oder zwei Jungs, da die Kinder manchmal etwas schüchtern sind.

 

Zu Beginn eines Schuljahres gehen die Schülerinnen und Schüler klassenweise gemeinsam mit Frau Bönsch, die das Projekt seit Beginn betreut, ins Klinikum, um alles kennen zu lernen und über der Einhaltung der Hygieneregeln und der Schweigepflicht belehrt zu werden.

 

 

Nach der Erstellung des "Einsatzplanes" wird Zuhause grob das Animationsprogramm vorbereitet, wobei bei der Beschäftigung mit den kleinen Patienten keine Grenzen in der Kreativität gesetzt sind. Denoch ist am Einsatztag  ein gewisses Maß an Spontanität vonnöten, da es durchaus vorkommen kann, dass die Vorüberlegungen (Spiele, Bastelanleitungen) aufgrund des Alters nicht mit den kleinen Patienten umzusetzen sind. Leider ist es nicht möglich, aufgrund von Entlassungen, Untersuchungen oder Fortschreiten von Krankheiten, im Vorlauf das Alter der Patienten mit den Beschäftigungsplänen zu koordinieren. Diese Herausforderung meistern die MarianumsschülerInnen problemlos. 

 

Das Atrium der Kinderklinik bietet genügend Platz für die vielfältigen Aktivitäten mit manchmal nur zwei, aber durchaus auch sechs oder mehr Kindern. Oftmals basteln unsere SchülerInnen mit den erkrankten Kindern passend zu den Jahreszeiten: z.B. Ostereier, Kastanienmännchen, Frühlingsbilder, Salzteigfiguren, Weihnachtssterne, Schneekugeln. Daneben steht auch Singen, Musizieren oder Vorlesen auf dem Beschäftigungsplan. Das Spielen mit den vorhandenen Gesellschaftsspielen oder mit selbst mitgebrachtem Animationsmaterial kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz.

 

Für Fragen stehen z.B. die beiden langjährigen Erzieherinnen, Evelyn Schön und Beatrix Ruppel zur Verfügung und sorgen immer dafür, dass die entsprechenden kleinen Patienten auf den Nachmittag vorbereitet sind und voller Vorfreude warten. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite und schließen bei Bedarf auch den Bastelschrank auf.

 

Frau Melanie Schmitt, die Sekretärin der Kinderklinik hat alles im Blick, bringt die Achtklässler auf die Station und informiert die Schule über z.B. infektionabedingte kurzfristige Absagen.

 

Für die Achtklässler des Marianums bedeutet diese Kooperation die Förderung der Spontaneität, des Mitgefühls und Verantwortungsbewusstseins.  Es lässt sich konstatieren, dass der Großteil der MarianumsschülerInnen diese anfängliche Verpflichtung als äußerst positive Erfahrung wahrnehmen, was sich daran zeigt, dass viele gerne freiwillige „Sonderschichten“ absolvieren, indem sie länger bleiben oder Zusatztermine übernehmen.

 

 

In einer Feierstunde in der Aula des Marianums wurde am 16.09.2018 mit allen Beteiligten das 10-jährige Bestehen des Projektes gefeiert. >>> News vom 20.09.2018



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