Sie befinden sich hier:  » News

Nachrichten aus dem Marianum

Von Kamelburgern, Dingos und den besten Strassenmusikanten der Welt
04.05.2014 14:39

Von: Felizia Steube


13 Schüler des Marianums erkunden im Rahmen eines Austauschprogramms Down Under


Sonnenuntergang vor Sydney Opera und Harbour Bridge

Uluru, vordere Reihe, von links nach rechts: Lara Sauer, Lena-Marie Wagner, Erik Weigant, Felizia Steube, Theresa Morgenstern, Katharina Heller, Paulina Wenzel, Tim Brähler, René Wehner; Hintere Reihe: Christian und Karin Heil, Selina Eisenach, Till Gabriel, Anna Goldbach, Moritz Jutzi

Vom 14. April bis zum 11.Mai 2014 sind acht Mädchen und fünf Jungs in Begleitung zweier Aufsichtspersonen in Australien unterwegs. Die Reise begann in Sydney und führte nach vier Tagen in der Wüste Australiens in die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria, Melbourne. Dort besuchten die Schüler den Unterricht  an der Trinity Grammar School, welche seit vielen Jahren gute Kontakte zum Marianum in Fulda pflegt.Montag, 17:15 unter der Anzeigetafel des Bahnhofes in Fulda. So begann die Reise ans andere Ende der Welt. Nachdem unsere Eltern dann dem Zug in Richtung Frankfurt mit Taschentüchern in der Hand nachgewunken hatten, wurde uns der Abschied für vier Wochen erst richtig bewusst. Trotzdem realisierte niemand, dass es jetzt so weit war, nach AUSTRALIEN zu fliegen. Weiter weg von zu Hause kann man als Deutscher eigentlich nicht sein. Nach den üblichen Sicherheitskontrollen am Flughafen begann der sechsstündige Flug nach Dubai. In den Emiraten angekommen überkam uns erstmal ein Hitzeschock. Sechs Uhr morgens und 29 grad Celsius. Der klimatisierte Flughafen und ein überteuerter Snack verhalfen uns dann zu neuer Kraft, um den 14stündigen Flug nach Sydney durchzustehen. Im Airbus A380 erhielten wir regelmäßig Mahlzeiten, die eher mit geteilten Meinungen zum Geschmack angenommen wurden. Mehr oder weniger ausgeschlafen wurde am Mittwoch, dem 16. April, der Zielflughafen ohne größere Turbulenzen erreicht. Nach  Auspacken und Umziehen auf dem Flur der Jugendherrberge war das erste Ziel  Manly Beach. Als wir das himmelblaue Wasser und die Surfer darin entdeckten, war der Schlafmangel schon halbwegs vergessen. Das Baden im pazifischen Ozean brachte uns dann zum Realisiern, dass wir hier in Sydney am Strand liegen. Am nächsten Tag lernten wir die atemberaubende Unterwasserwelt Australiens kennen. Von einigen Tieren z.B. dem Dugong kannten wir noch nicht einmal den Namen. Das Angebot von kostenlosen Führungen durch Sydney nutzten wir und liessen uns die Stadt zeigen und deren Geschichte erklaeren. Ausserdem besichtigten wir das Opera House und die weltberühmte Harbour Bridge. Am Karsamstag ging es früh morgens auf in die größte Stadt von Zentralaustralien: Alice Springs. Mit circa 29.000 Einwohnern würde man “The Alice” nicht wirklich als große Stadt bezeichnen. In unserem Hotel machten wir am Abend unsere erste Begegnung mit australischen Landtieren, den Wallabies. Die kleinen Kängurus ließen sich aus der Hand füttern und streicheln. Am nächsten Tag begann dann das Abenteuer Outback. In Deutschland würde man um sechs Uhr morgens am Ostersonntag möglicherweise die Ostermesse besuchen. Wir wurden zu dieser Zeit von unserem Outback Guide abgeholt, um eine sechsstündige Fahrt Onroad und Offroad zum Campingplatz in der Naehe des Kings Canyon auf uns zu nehmen. Roter Sand, Dingos und Aborigines. Drei Tage lang durften wir Australien, wie man es sich vorstellt, erleben. Am ersten Tag nahmen wir die Höhen des Kings Canyon auf uns. Dabei wurde uns die atemberaubende Natur von unserem Guide “Dan”, der selbst eine Zeit lang mit Aborigines gelebt hat, erklärt. Am Abend erwartete uns das nächste Highlight. Der Sternenhimmel über Zentralaustralien. Beeindruckt von den  unzähligen Lichtern wollte nun keiner mehr in einem Zelt schlafen. Demnach schlugen wir unsere Schlafsäcke unter freiem Himmel auf. Die nächsten zwei Tage widmeten wir Kata Tjuta und dem Uluru. Beides sind für die Aborigines heilige Orte von besonderer Schoenheit. Die Menge an nervenden Fliegen wurde bei diesem Anblick dann eher zur Nebensache. Nahrungsmäßig wurden wir von unserem Outbackführer ganz im Stile der australischen Küche umsorgt. Von Kamelburgern bis zur- Kängurupasta waren einige Delikatessen dabei.  Nach einem weiteren Abend unter freiem Himmel am Lagerfeuer ging das Abenteuer Outback auch schon zu Ende. Nach dem zweieinhalbstündigen Flug von Alice Springs nach Melbourne begrüßten uns auch schon die Familien, bei denen wir die nächsten zweieinhalb Wochen verbringen würden. Die anfängliche Aufregung verflog langsam, nachdem erste Gespräche stattgefunden hatten und das Gastgeschenk abgegeben war. Nun war es an der Zeit, den Alltag in einer australischen Familie mitzuerleben und die Abläufe an einer renommierten Schule für Jungen kennenzulernen. Mit unseren Gastfamilien erkundeten wir dann Melbourne, wobei man hervorheben muss, dass es in dieser Metropole die besten Strassenmusiker der ganzen Welt zu hören gibt. Einige Schüler konnten den Ausblick vom höchsten Gebäude Australiens, dem Eureka Tower, geniessen. Andere hingegen besichtigten die pulsierenden Märkte rund um Melbourne. Als Gruppe wollten wir nachdem wir in Sydney die Unterwasserwelt Australiens kennengelernt hatten uns natürlich auch mit den Landtieren vertraut machen. Zusammen besuchten wir die den Tierpark Healsville, wo man die giftigste Schlange der Welt und Exoten wie das Schnabeltier bestaunen kann. Der Aufenthalt Down Under wurde durch die generell nette und offene Art der Einheimischen abgerundet. Die Mentalität auf diesem Kontinent lässt sich sehr gut mit dem häufig gebrauchten Satz “No worries!” beschreiben. Die wunderschöne Flora und Fauna, die lebendigen Städte und die tolle Lebenseinstellung der “Aussies” machte diese Reise zu einem einzigartigen Erlebnis.


<- Zurück zu: News


© 2015 Marianum