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Nachrichten aus dem Marianum

Die „Stunde der Wahrheit“ am Marianum
14.09.2018 09:33

Von: Tobias Herrmann


FULDA In der mit Spannung erwarteten „Stunde der Wahrheit“ stellten am 6. September 2018 die Schüler der Jahrgangsstufe 12 am Marianum die Ergebnisse ihres Sommerprojektes vor, in dessen Rahmen sie unter anderem die Manipulierbarkeit von Nachrichten und Statistiken aufzeigten und ihr Publikum über die Ursprünge von „Fake News“ aufklärten.


Oberstufenleiter Christian Heil begrüßte die Gäste und führte kurz in das diesjährige Thema „Wahrheit und Wirklichkeit“ ein, bevor er an das Moderatorenteam weitergab, das mit einem kurzen Sketch in die erste Präsentation des Abends überleitete. 

Die unterschiedlichen Themengebiete, mit welchen sich die Schüler, angeregt von ihrem Besuch der Theateraufführung „Peer Gynt“ (Bad Hersfelder Festspiele), bereits vor den Sommerferien in einer eigenen Projektwoche auseinandergesetzt hatten, reichten von Fälschung und Falschinterpretation von Statistiken über satirische Missverständnisse bis hin zu der Frage, ob im Leistungssport durch Doping und Aufputschmittel nicht auch Fans gezielt getäuscht werden und ihre Idole so zu Betrügern verkommen.

Ob die Wahrheit für den Menschen überhaupt immer erträglich ist, wurde ebenso thematisiert, wie die Frage, ob Menschen ihren eigenen Erinnerungen in jeder Situation trauen können. Auch vor politisch heiklen Themen, wie der Invasion des Iraks durch die USA und ob ihre Darstellung des Krieges nach außen mit den tatsächlichen Geschehnissen übereinstimmt, schreckten die Schüler nicht zurück.

Noch vielfältiger als das Themenspektrum waren die verschiedenen Arten der Vorführungen, welche die Oberstufenschüler vorbereitet hatten. So folgten auf klassische Vorträge im Stil von PowerPointPräsentationen -wie zum Beispiel über optische Täuschungen oder über Falschnachrichten-  ausdrucksstarke szenische Darstellungen. Sie verdeutlichten den Zuschauern, wie leicht man beispielsweise durch Werbung in die Irre geführt wird oder wie Propaganda die politische Meinungsbildung beeinflussen kann. 

Eindrucksvoll waren zudem die von den Schülern produzierten Videoclips zu Verschwörungstheorien oder zu einseitigen Berichterstattungen. Durch Umfragen und einem Liveexperiment auf der Bühne, in welchem zwischen echtem und künstlich hergestelltem Fleisch unterschieden werden sollte, wurde auch das Publikum zum Mitmachen angeregt.

Mit einem besonderen Dank an die technische Umsetzung der Veranstaltung durch freiwillige Schüler, ohne die sie nicht hätte stattfinden können, wurden die Gäste schließlich verabschiedet. Angesichts dieses lehrreichen und unterhaltsamen Abends können auch künftige Sommerprojekte am Marianum mit Spannung erwartet werden.


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