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Nachrichten aus dem Marianum

Glänzende Stimmen erhellen die Stadtpfarrkirche Fulda
18.12.2018 15:57

Von: Gregor Nüdling, Fotos: Jürgen Weber


Traditionelles vorweihnachtliches Konzert vom Knabenchor des Marianums am 3. Adventssonntag in der Stadtpfarrkirche St. Blasius Fulda.


Der Knabenchor und die neuen Sänger aus den Klassen 5 mit einem Solistenchor.

Auch in diesem Jahr fand am 3. Adventssonntag wieder das traditionelle vorweihnachtliche Konzert des Knabenchors Marianum Fulda mit Unterstützung des Jugendblasorchesters des Marianums in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtpfarrkirche statt.

In seinen einleitenden Begrüßungsworten sprach Schulleiter Steffen Flicker die für viele Menschen hecktische Weihnachtszeit an und lud die Zuhörer ein, sich auf den Ursprung und die gewünschte Ruhe der vorweihnachtlichen Zeit einzulassen. Das Konzert könne damit zu einem Geschenk in Form einer Auszeit von all dem Stress werden.

Danach begannen die 150 Knaben- und Männerstimmen unter der Leitung von Martin Farnung, der den Chor schon über 20 Jahre leitet, mit dem Lied „Meine Zeit“ das Konzert musikalisch zu eröffnen. Der erste Programmblock wurde von den neuen strahlenden Knabenstimmen der Klassen 5 unterstützt, die zum ersten Mal in einem Konzert des Knabenchores beteiligt waren. Sie sangen wie alle Chorsänger ihr gesamtes Programm auswendig. Die Titel „Lord hold me“, „Jesus Christ, you are my life“ und “Und so geh’ nun deinen Weg” sorgten für einen Wechsel zwischen nachdenklicher und rhythmisch bewegter Atmosphäre.

Es folgten “Dein Wort, Herr, bleibet ewiglich”, einem Lied des ehemaligen Schulleiters des Marianums, Jürgen Weber, der ebenfalls als Zuhörer in der Stadtpfarrkirche zu Gast war. Für „Unterwegs in eine neue Welt“, „Look at the world“ von John Rutter und dem weltweit bekannten Lied „You raise me up“, gab es langanhaltenden Applaus für Chor- und Instrumentalsolisten.

Ein Zwischenspiel der besonderen Art bot sich in diesem Jahr mit Johannes Schubert, der mit seiner Zither aus der Suite Nr.2 von J. S. Bach die Zuhörer begeisterte. Mit diesem Werk leitete Schubert stimmungsvoll das vorweihnachtliche Programm des Chores ein.

Adventliche und weihnachtliche Klänge leiteten die Sänger mit „Wir warten auf das Licht“, „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ einem Satz von Johann Sebastian Bach und dem traditionellen „Süßer die Glocken nie klingen“ ein. Mit „Weihnachten für alle Herzen“, gefühlvoll interpretiert von einer Gruppe junger Knabenstimmen, die mit ihren leuchtenden Stimmen solistisch nacheinander einsetzten, setzten die jungen Sänger einen weiteren Glanzpunkt in diesem vorweihnachtlichen Konzert und brachten Herzen zum Schmelzen.

Im folgenden Konzertabschnitt spielten die Musikerinnen und Musiker des Jugendblasorchesters unter der Leitung von Karl-Heinz Vogel. Sie begannen mit den Musikstücken „Macht hoch die Tür“, „Vom Himmel hoch da komm ich her“ und „Tochter Zion“. Auf „Es kommt ein Schiff geladen“, “Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“ folgte „Gloria in Exelsis Deo“. Moderne und rhythmische Klänge lösten die getragenen Klänge traditioneller Weihnachtslieder ab und fanden sich wieder in “Rudolph the red nosed reindeer”, “We wish you a merry Christmas” und “White Christmas”. Einen glanzvollen Abschluss des instrumentalen Blocks bildete das bekannte lateinamerikanische Weihnachtslied “Feliz Navidad“.

Die Vielfalt der großen Orgel der Stadtpfarrkirche zeigte im Anschluss Alexander Farnung mit einer gefühlvollen Interpretation des Werkes „Priere a Notre-Dame“ aus Suite Gothique von L. Boellmann.

Wie schon zuvor, gelang es dem Leiter Martin Farnung immer wieder die klanglichen Facetten des Chores glänzend in Szene zu setzen, so auch besonders mit der „Schlittenfahrt“, „Eine Muh, eine Mäh“, und „Kling Glöckchen“ welche wieder mit Unterstützung der Sänger aus den Klassen 5 dargeboten wurden. Auf „Wäre die Freude nur immer so groß“ folgte ein großer Applaus der begeisterten Zuhörer. Eine klangliche Abwechslung und Unterstützung des strahlenden Chorklangs bot der Einsatz verschiedener Instrumente, wie Glockenspiel, Trompete und Schellenkranz, sowie der Wechsel von leuchtenden Soloparts mit dem kraftvollen Gesamtklang des voluminösen Chores. Am Ende dieses Programmteils erklang das swingende „Winter Wonderland“, welches durch seinen stimmlich verwirklichten Groove überzeugte.

Danach verzauberte Johannes Schubert erneut die Zuhörer, indem er auf seiner Zither eine Romanze in A-Dur von Otto Erbe interpretierte. Schubert gelang es mit seinen ruhigen Klängen den Bogen von einer lebendig beschwingten Weihnachtvorfreude zu ruhigeren, festlichen Stimmung zu schlagen.

Im dargebotenen „Gloria in exelsis deo“ bekamen die Zuhörer einen klanglichen Wechsel zwischen Solistenstimmen der Knaben und einem dynamischen Chorklang zu hören, der in überwältigender Weise das Kirchenschiff füllte. Nach dem kraftvollen „Tochter Zion“ folgte das besinnliche „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter. Mit „Joy to the world“ fand das Konzert einen feierlichen chorischen Abschluss.

Einen gelungenen Höhepunkt setzten die Musiker auch in diesem Jahr wieder mit „O du fröhliche“, das traditionell vom Chor, dem Jugendblasorchester, den Instrumentalisten und den Konzertbesuchern gemeinsam musiziert wurde. Die Zuhörer waren so begeistert, dass es nach dem minutenlangen Applaus und stehenden Ovationen für alle Musiker noch eine Zugabe gab. Alle Beteiligten und Konzertbesucher hoffen, dass dieses traditionelle Konzert noch lange im Terminkalender der vorweihnachtlichen Konzerte in Fulda seinen Platz behalten wird.

Gregor Nüdling, Poppenhausen


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