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Voyage en France – Fahrt der Q1 nach Paris
14.11.2019 20:34

Von: M.-D. Funk und P. Gutberlet


Paris – die Stadt der Liebe, der Mode und der Lichter. Oder wie es schon die Autorin M. J. Rose zu sagen pflegte: „Paris riecht nicht nur süß, sondern melancholisch und neugierig, manchmal traurig, aber immer verführerisch. Sie ist eine Stadt für alle Sinne, für Künstler und Autoren und Musiker und Träumer, für Fantasien, lange Spaziergänge, guten Wein, für Verliebte und Geheimnisse.” Und so lernten auch wir, der Grund- und Leistungskurs Französisch, Paris mit all seinen verschiedenen Facetten in den drei Tagen unserer Reise vom 17. bis zum 19. Oktober 2019 kennen. Begleitet wurden wir von unseren Französischlehrerinnen Frau Klar und Frau Kluge.


Schon unser erster Tag in der unbekannten Stadt begann mit dem Sammeln vieler neuer und atemberaubender Eindrücke.

Gespannt und voller Vorfreude trafen wir zunächst unsere Stadtführerin. Diese sollte uns Paris von einer besonderen Seite zeigen, die für den normalen Touristen im Verborgenen bleibt. Unser „Spaziergang” hatte seinen Beginn am Fuße des Künstlerviertels Montmartre: bei dem Varietétheater Moulin Rouge. Hier wurde von Pariser Stars wie La Goulue oder Jane Avril der um das Jahr 1830 in Paris entstandene Tanz Cancan aufgeführt. Bis heute gehört dieser Tanz im Moulin Rouge zu den größten Attraktionen Paris.

Anschließend besuchten wir den Pariser Nordfriedhof „Cimetière de Montmartre”, wo nicht nur der berühmte Dichter Heinrich Heine seine letzte Ruhe fand, sondern auch die bereits erwähnte Cancan-Tänzerin La Goulue. Unser nächstes Ziel war die sogenannte „Le mur des je t‘aime” oder auch die „Ich-liebe-Dich-Mauer”. Dabei handelt es sich um eine künstlerisch gestaltete Mauer, auf der der Schriftzug „Ich liebe dich” 311 Mal in 250 Sprachen verewigt ist.

Wir setzten unseren Weg fort und steuerten den „Place du Tertre” an. Auf diesem sind zahlreiche Stände von den unterschiedlichsten Karikaturisten und Malern zu finden, welche ihre Kunst an diesen zu verkaufen beabsichtigten. Schon in der Vergangenheit war dieser Platz, der im Herzen des Stadtviertels Montmartre liegt, die Heimat vieler berühmter Maler wie etwa Pablo Picasso.

Unsere Stadtführung endete vor der Basilika „Sacré-Cœur de Montmartre”, welche als Wahrzeichen des Montmartre-Viertels gilt. Wie im gesamten Künstlerviertel, herrschte auch hier, vor dem eindrucksvollen Bauwerk, ein reges Treiben. Nicht nur der Anblick dieser raubte uns den Atem, sondern auch der einzigartige Ausblick auf die Dächer von Paris.

Von den gesammelten Eindrücken überwältigt und hungrig, genossen wir gemeinsam unser Abendessen in einer kleinen Crêperie. Zufrieden begaben wir uns auf den 210 Meter hohen Turm des Bürohauses „Tour Montparnasse”. Dieser ist nach dem Eiffelturm das höchste Bauwerk der Stadt. Er stellt den perfekten Ort da, um das erleuchtete Paris von oben zu betrachten.

Gestärkt nach unserem echten französischen Frühstück mit Croissant und Baguette, machten wir uns am zweiten Tag auf den Weg zum „Atelier des Lumières“. Dieses bietet regelmäßige große Ausstellungen in digitaler Form, in welche man direkt eintauchen kann. In einem Raum mit einer Deckenhöhe von 10 Metern und 140 fest installierten Videoprojektoren, wird es für den Betrachter möglich, in eine vollkommen andere Welt zu reisen. Bei der Ausstellung, die wir besuchten, handelte es sich um „Van Gogh, die Sternennacht“. Hier wurden die berühmten Werke des Künstlers, durch die Untermalung klassischer Musik, zu einem Erlebnis für alle Sinne gemacht.

Unseren Tag setzen wir mit dem Besuch des größten Friedhofes in Frankreich, „Père Lachaise“, fort. Inmitten der 69000 Gräber finden sich Berühmtheiten wie der Komponist Frédéric Chopin oder die Sängerin Édith Piaf.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum „Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou“, um das moderne Bauwerk und Museum von außen zu betrachten. Auf unserem Weg zum Marais-Viertel, welches wir frei erkunden durften (oder wie Frau Kluge zu sagen pflegte: in welchem wir „auf Freigang“ waren), passierten wir die katholische Kirche Notre-Dame. Leider entstand beim Betrachten dieser ein eher trauriges Bild. Nicht länger wirkt es, als strotze die majestätische Kirche vor Stabilität und Kraft. Ihre Fassade ist durch Brandflecken gezeichnet und die Kirche wird umgeben von einer Unmenge an Gerüsten.
Unser Abend begann mit dem Besuch des berühmten „Musée du Louvre“. Hier bestaunten wir Kunstwerke wie Leonardo da Vinci’s Mona Lisa oder die „Nike von Samothrake“. Dieses Museum befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre.

Das Ende des Abends markierte unsere Bootsfahrt auf der Seine. Hier konnten wir viele Sehenswürdigkeiten im Zauber der Nacht betrachten und erfuhren durch die Lautsprecher wichtige Informationen über diese. Besonders beeindruckt waren wir selbstverständlich von der Schönheit des Eiffelturms.

Der letzte Tag unserer Reise begann mit dem Besuch eines Flohmarktes, nahe unserem Hotel. Dieser übertraf die Erwartungen aller… leider eher im negativen Sinne. Im Anschluss daran besuchten wir gemeinsam eine Messe in der Basilika Sacré-Cœur.

Der letzte Programmpunkt unserer Reise in der Stadt der Liebe, war die Champs-Élysée mit ihren zahlreichen Geschäften, die das Herz unserer überwiegend weiblichen Reisegruppe höher schlugen ließen. Hier brachten wir ausreichend Zeit zum Flanieren mit.

Am Nachmittag traten wir dann den Weg zurück in die schöne Barockstadt Fulda an. Aus Paris nahmen wir somit eine Fülle an wunderschönen und atemberaubenden Erlebnissen und auch an neuen Freundschaften mit, die wir nie vergessen werden.

Fotos: Monika Kluge


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