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Patronatsfest 2003

Am 13. September 2003 hatte der Förderverein des Marianums gemeinsam mit der Schulleitung
 zu einem Patronatsfest in die Turnhalle eingeladen.

Den Gottesdienst zu Beginn feierte Pater Leopold Hörbst gemeinsam mit dem ehemaligen Schüler Markus Blümel, der jetzt Schulpfarrer und Religionslehrer an der Stiftsschule in Amöneburg ist. Die musikalische Begleitung hatten die Bläserklasse unter der Leitung von Karl-Heinz Vogel und Jürgen Weber an Orgel und Klavier übernommen.

Der Schulleiter Dr. Lothar Schöppner erinnerte bei seiner Begrüßung daran, dass Schule und Eltern eine Erziehungsgemeinschaft bilden. Das Patronatsfest sei eine gute Gelegenheit, diese zu vertiefen und zu dokumentieren.

Ein kurzes Theaterstück in lateinischer Sprache über die Geschichte des Sängers Arion "Wie der Delphin zum Sternbild wurde", das im Rahmen der Projekttage vor einiger Zeit von einer Schülergruppe unter der Führung von Wiebke Lange und Michael Klüppel einstudiert wurde, erfreute die zahlreichen Gäste. Für die Kostüme war Hildgund Ruppel und für das Bühnenbild Rainer Filipp zuständig.

Den Festvortrag hielt Pater Professor Dr. Friedhelm Hengsbach von der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt über die "Ethik des Geldes"

Er empfahl, mit dem Geld so umzugehen, dass es "uns dem Ziel näher bringt, Gott und die Menschen zu lieben". Geld dürfe nicht zum Selbstzweck werden, dürfe nicht an die Stelle der Religion treten oder gar zur Religion werden, mahnte Hengsbach eindringlich. Geld fasziniere, auf der anderen Seite werde es verteufelt. Wer über Geld rede, müsse auch über Arm und Reich reden.

Es mache zwar unabhängig und frei, werde aber bei Beziehungen nicht selten zurückgeführt auf die Menge des Vermögens und zersetze so manche Lebenszusammenhänge. In der kapitalistischen Marktwirtschaft werde der steigende Wohlstand extrem ungleich verteilt, bedauerte Hengsbach. Geld, als Tauschobjekt eine geniale Erfindung, sollte benutzt werden als Mittel in Gottes guter Schöpfung. "Das Geld, das ich verdiene, ist nicht ausschließlich mein privates Gut", zumal es oft eine willkürliche Leistung sei. Männer in der Wirtschaft bekämen es, aber die Frauen, die sich in der Familie und bei der Kindererziehung mindestens genauso anstrengten, erhielten dafür keinen Lohn. Aufgeklärter Konsum sei notwendig beim klugen Umgang mit Geld, um vernünftige Bedürfnisse zu befriedigen, um sich zu fragen, was notwendig und was überflüssig sei. Dazu gehöre auch, sich zu informieren, ob das Produkt unter menschenwürdigen Umständen hergestellt worden sei. Kritisch setzte sich der Jesuit mit den Finanzmärkten auseinander und forderte, die Lebenschancen der Entwicklungs- und Schwellenländer nicht zu vergessen.

Fotos: Sabine Abel

Den Verein "Freunde und Förderer des Marianums" bezeichnete dessen Vorsitzender Thomas Bolz als Netzwerk zwischen Schülern, Eltern, Lehrern und Ehemaligen, das das Miteinander fördere.

Das Foto zeigt die Herren Thomas Bolz, P. Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach und Dr. Lothar Schöppner.

Die Lehrerband “Pier 17” und die Schülerband sorgten gekonnt für die musikalische Unterhaltung während des geselligen Abends bei Speis und Trank.



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