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Die Kapelle im Haus Maria

Im Jahr 2014 reifte - nach vielen anderen großen Baumaßnahmen (Haus Lioba, Benedikt Halle) und Sanierungen - die Idee, die Kapelle als das geistliche Zentrum des Marianums nach zuletzt 1983 erneut umfangreich zu renovieren.


Dazu wurde ein Architektenwettbewerb ins Leben gerufen, an dem sich fünf Architekturbüros beteiligten. Den ersten Preis gewann das Büro Sturm&Wartzeck und wurde mit der Durchführung beauftragt.

 

 

 

 

 

Im Frühjahr 2016 begann die Maßnahme mit einer umfangreichen Entkernung. Im Rahmen der folgenden Umbauarbeiten wurden die Fenster zum Schulhof durch eine große doppelflügelige Eingangstür ersetzt, die die Kapelle nun deutlicher als Mittelpunkt der Schule wahrnehmbar macht.

 

 

 

Auf der anderen Seite wurden große raumhohe Glasflächen geschaffen, die dem Raum durch das Sonnenlicht einen einladenden Charakter verleihen.

 

Vor dieser Fensterseite entstand ein treppenartiger Freisitz, der sich für Gottesdienste mit Klassen im Freien anbietet.

 

Für den Innenausbau und die Einrichtung wurde Wert auf helle Materialien und warme Holztöne gelegt.

 

Das Beleuchtungssystem lässt verschiedenste Ausleuchtungen und Farbgebungen zu.

 

Die vorhandenen Kunstwerke, die 1983 in der heutigen Form von der Künstlerin Agnes Mann gestaltet wurden, wurden in die neue Gestaltung integriert.

 

So fand die Betonglaswand von Agnes Mann nun Platz vor einem der großen Fenster hinter dem runden Altar und kommt dort besonders gut zur Geltung.


Sie zeigt das himmlische Jerusalem. In der Mitte ist Jesus Cristus als Lamm dargestellt. Um ihn herum sind Bilder aus der geheimen Offenbarung in Form der zwölf Apostel zu sehen. An den vier Ecken ist jeweils ein Symbol der vier Evangelisten abgebildet (der Löwe, der Stier, der Adler und der Mensch).

 

Das große Glasbild wurde in die Wand integriert und mit einer Hinterleuchtung ausgestattet.


Es stellt die Sendung des Heiligen Geistes dar, was durch die Feuerzungen über den Köpfen der Apostel und an der Taube über Maria zu erkennen ist.


Zu sehen sind, in der Mitte des Bildes, Maria, umgeben von den zwölf Aposteln. Weiterhin ist das jüdische Volk gezeigt, das aus Neugierde gekommen ist, um zu sehen, was dort passiert. Zu erkennen ist auch Petrus, der auf einem Felsen steht.


Der Felsen hat zweierlei Bedeutung. Einmal zeigt er Petrus auf dem Weg zum jüdischen Volk, um zu ihnen zu predigen. Andererseits steht der Felsen für Petrus selbst, der der Fels (Grundstein) für die christliche Kirche ist.

 

 

Der Tabernakel, ein Relikt aus den '60er Jahren, bekam von Agnes Mann ein neues "Gesicht". Früher, als der Tabernakel noch hinter dem Altar stand, brauchte man keinen Aufbau. Erst nach dem Umbau der Kapelle wurde ein Aufbau erforderlich.


Agnes Mann hat einen Weinstock zusammen mit Brot und Wein als Zeichen der Fruchtbarkeit, der Fülle des Lebens gewählt. Sie symbolisieren beispielhaft, was aus der Nähe Gottes erwachsen kann.

 

 

Neu hinzugekommen ist der „Kreuzberg“ des holländischen Künstlers Alex van den Heuvel, eine Dauerleihgabe unseres ehemaligen Schülers Marcel Bub.

 

Die Stationen des Kreuzberges werden hier beschrieben.

 

 

 

 

Die Marienstatue in einer Nische hinter der Orgel bildet eine Art Seitenkapelle, gut nutzbar für einen Moment der stillen Einkehr.

 

 

 

 

Die neue elektronische Orgel wurde vom Förderverein gespendet und rundet die neue Einrichtung ab.

 

Eine mobile Trennwandanlage ermöglicht die variable Gestaltung zwischen Ausstellungsfläche und Kapellenbereich.

 

 

Die Fertigstellung der Kapelle wurde mit einem Pontifikalamt mit Weihe des neuen Altares und Segnung von Ambo und Tabernakel am 12.05.2017 gefeiert.



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