Sie befinden sich hier:  » Aktivitäten » Schüleraustausch » Russland

Schüleraustausch mit der Schule Nummer 5 in Pereswet, einem Vorort von Sergiev Posad

die Stadt...

... Sergiev Posad
 ist seit 19.05.1991 eine der Fuldaer Partnerstädte. Sie liegt ca 75 km nordöstlich von Moskau. Die Stadt ist aus den Dörfern entstanden, die das 1340  von Sergius von Radonesch gegründete Dreifaltigkeitskloster umgeben haben. Dieses Kloster gilt als bedeutendster Sakralbau der russischen Kirche und ist das geistige Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche. Das architektonische Ensemble des Klosters wurde 1993 in das UNESCO-Verzeichnis des Weltweiten Kulturerbes aufgenommen. Es beherbergt außerdem eine umfangreiche Sammlung von Kunstschätzen aus den allen Epochen seit dem 15. Jh.Quelle der Karte: Microsoft® Encarta® Weltatlas

Im Jahr 1782 wurde Posad laut einem Erlass Katharinas II zu einer Stadt mit eigenem Rathaus und eigenem Wappen erklärt. Nach der Revolution von 1917 war die Stadt nach einem bolschewistischen Revolutionär in Sagorsk umbenannt worden. Auf dem Weg von Moskau in die nördlichen Städte gelegen und durch den regen Pilgerstrom begünstigt, entwickelten sich Handwerk und Handel. Heute bezeichnet sich die Stadt mit ca 110.000 Einwohnern als die der Maler, Holzschnitzer und Spielzeugmacher. Davon zeugt auch das umfangreiche Angebot von Babuschkas (Matryoshka).

In der Schule Nr. 5 ...

werden ca. 1.000 Schüler und Schülerinnen von Klasse 1 bis 11 von etwa 60 überwiegend weiblichen Lehrkräften unterrichtet. Die ersten neun Jahre besuchen alle gemeinsam den Unterricht und legen dann eine Abschlussprüfung im Juni ab. Anschließend können entsprechend gute SchülerInnen nach weiteren zwei Jahren Schulbesuch die Abiturprüfung ablegen, die zum Studium an den Hochschulen berechtigt. Auch in den Klassen 5-8 und 10 werden jeweils im Mai Abschlussprüfungen in 2-3 Pflicht- und Wahlfächern abgelegt.

Es wird ein physikalisch-mathematischer Zweig angeboten, an Fremdsprachen wird Deutsch und Englisch unterrichtet. Der Schulleiter erteilt theoretischen und praktischen Fahrschulunterricht, der die SchülerInnen befähigt, nach Erreichen des entsprechenden Alters die Fahrschulprüfungen abzulegen und den Führerschein zu erhalten. Dies erfolgt meist erst einige Zeit nachdem die Schule schon verlassen wurde, da die Jugendlichen mit 17 Jahren ihre Schulausbildung beendet haben.

Bedingt durch Lehrer- und Raummangel muss die Schule im Schichtbetrieb arbeiten, das heißt im Jahr 2003 kommen vor allem die achten Klassen erst nachmittags zum Unterricht. Anders als bei uns hat jede Lehrkraft ihren festen Raum und wird dort von den Schülern klassenweise zu den 40 Minuten dauernden Unterrichtstunden aufgesucht. Die Schüler haben Gelegenheit, in der Kantine Mittag zu essen, für die Klassen 1 bis 4 ist dies sogar kostenlos.

Neben weiteren kurzen Ferien ist im Sommer drei Monate schulfrei. Einen Teil dieser Zeit müssen die Lehrkräfte in der Schule anwesend sein, um ihren Unterricht vorzubereiten, die Unterrichtsmaterialien zu ordnen, ihre Zimmer aufzuräumen und eventuell unter Beteiligung von Eltern zu renovieren und anderes mehr.

Foto: Dagmar Heil/Sekretariat Dr. Rhiel

Der Austausch ....

... fand erstmalig im Oktober 2003 in Form eines 10 Tage währenden Besuches von vier Schülerinnen und einem Schüler zusammen mit ihrer Deutschlehrerin hier in Fulda  statt. In dieser Zeit schauten die Gäste dem Unterricht zu und unternahmen gemeinsam mit den Gastgebern Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung, so z.B. zum hessischen Landtag nach Wiesbaden, wo sie auch vom hessischen Wirtschaftsminister Dr. Rhiel enpfangen wurden.

Ein Besuch unsererseits in Pereswet folgte und daraus entwickelte sich ein regelmäßiger Austausch mit vielfältigen Aktivitäten hier wie dort.

Impressionen vom Besuch 2008 in Sergiev Posad mit einem Ausflug nach Moskau.

Fotos: Florian Kracklauer (15) und Dagmar Heil (3)


© 2015 Marianum